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Potsdam, 26.10.2021

 

 

Am Winterliegeplatz angekommen

 

 

Liebe Freunde und Verwandte

 

 

Bei brausenden Winden und launischen Böen sind wir am 22. Oktober 2021 glücklich an unserem Winterliegeplatz in der Marina am Tiefen See in Potsdam angekommen. Wir richten uns hier für einen abwechslungsreichen Kulturwinter ein. Es ist bereits der vierte Winter, den wir in diesem gastfreundlichen Hafen verbringen. Entsprechend freudig wurden wir am Steg von Andrea, der Hafeneignerin, und dem Team der Hafenmeister empfangen. Sie halfen uns alle beim Anlegen gegen ablandigen Wind und überreichten uns ein Blumengesteck zum Empfang.

Wir freuen uns, dass zwei weitere Ehepaare auf ihren Schiffen im Hafen den Winter verbringen. Für Geselligkeit ist gesorgt.

 
 

Eine Reise quer durch Deutschland

 
 

Unsere Ankunft in Potsdam beendete eine 850 km lange Reise vom niederländischen Groningen aus quer durch Deutschland. Zuvor hatten wir in den Niederlanden die Gelegenheit erhalten, uns gegen den Covid-Virus zu impfen. Das verschaffte uns "Freie Fahrt" durch alle verschiedenen deutschen Bundesländer und deren Landkreise, die ja je nach lokalen Ansteckungshäufigkeiten immer wieder andere Schutzregeln erlassen hatten. Zum Glück hat keine der verordneten Massnahmen die Schifffahrt oder das Anlegen zum Übernachten eingeschränkt. Einzig eine medizinisch anerkannte Mund-Nasen-Maske musste in allen nicht privaten Innenräumen sowie an Bahnhöfen und Wartestellen getragen werden.

 
 

 
 

Auf unserer Reise begleiteten uns abschnittsweise Freunde. Zwischen Hannover und Wolfsburg waren sogar unser Sohn Erich und Alexandra mit ihrer ein Monate alten Lorianne an Bord zu Gast. Es waren herrliche Reisetage in den Herbst hinein. Unterwegs blieb genügend Zeit, da und dort eine Kostbarkeit zu besuchen: (von links) Linchen und Trinchen bei der Stadtführung in Leer - Gedenkbake für Seebestattungen an der Hafenausfahrt in Emden - Künstlerisch gestaltetes Salzgradierwerk im Kurpark von Bad Essen.

 
 

 
 

Unser Besuch in der Schweiz

16 Monate lang mussten wir uns - Covid-bedingt - von der Schweiz fernhalten. Die Niederlande und die Niederländer haben uns ab März 2020 einen abwechslungsreichen und warmherzigen Aufenthalt ermöglicht. Gegen Covid-Virus geimpft, durften wir am 17. August 2021 mit einem Mietauto unbehindert in die Schweiz einreisen. Hier erwartete uns unser erstes, acht Tage zuvor geborenes Grosskind Lorianne mit ihren Eltern Erich und Alexandra.

 

 

Lorianne Aurélie *9.8.2021, die Tochter unseres Sohnes Erich und seiner Partnerin Alexandra

So eine kleine Erdenbürgerin weckt automatisch Lustgefühle, sie einzukleiden. Bernadette und ihre Freundin Brigitte haben sich flugs daran gemacht, in Bern einen geeigneten Stoff zu kaufen und den Nachmittag dazu zu verwenden, einen Baby-Anzug zu nähen. Das ist dabei herausgekommen:

 

 

Zwischen Terminen beim Arzt und Zahnarzt trafen wir zahlreiche Freunde und Bekannte. Es war überall ein herzliches Wiedersehen. Hier eine stimmungsvolle Auswahl mit (von links) Kurt, Marianna, Gotthard, Ruth, Nadja, Jessica, Annelise und Urs.

 
 
 
 

Bernadettes Schwester Marie Therese und ihr Gatte Beat gewährten uns in der Dachwohnung ihres Hauses in Münchenbuchsee bei Bern während dieser Zeit Gastrecht, wofür wir ihnen sehr dankbar sind. Als sich Bernadettes Bruder Steve mit Beatrice zu einem Besuch bei uns anmeldeten, entwickelte sich daraus spontan ein kleines Meier-Treffen, an welchem nur Berta und Franz wegen anderweitigen Terminabsprachen fernbleiben mussten. (von links:) Steve, Beatrice, Marie Therese, Bernadette, Beat, Freddy, Heinz

 
 

 
 

Für ein paar Tage durften auch unser Sohn Rainer und seine Partnerein Åsa, die aus Schweden angereist kamen, hier wohnen. Es war ein lang ersehntes, fröhliches Wiedersehen.

 
 

40 glückliche Ehejahre

 
 

Am 28.8.1981, also vor vierzig Jahren, sind wir in Zollikofen vor dem Standesbeamten feierlich in den Stand der Ehe eingetreten. Zu diesem Jubiläum hatte Hannes mit seinen Freunden Chrigu und Babs in Luterbach zu einer Feier eingeladen, die unsere ganze Familie um einen Tisch vereinte. Welch herrliches Familiengefühl!

 
 

von links: Charlotte, Erich, Alexandra mit Lorianne, Hannes, Åsa, Bernadette, Rainer, Barbara, Christian, Heinz

 
 

Unser Schiff - ein zuverlässiger Partner

 
 

Über die gesamte Fahrsaison brachte uns unser Schiff Dagens 2 zuverlässig von Ort zu Ort. Die jüngst eingebauten neuen Fenster und die Kleinkläranlage haben unser Wohlbefinden an Bord nochmals verbessert. Wir freuen uns täglich daran. In Leeuwarden konnten wir im Juli den ersten Jahresservice an der Kleinkläranlage vornehmen lassen. Seither wissen wir viel mehr über ihr Innenleben und das Zusammenspiel der verschiedenen Reinigungselemente. Das hebt das Vertrauen in die Anlage und schafft die Möglichkeit, bei Störungen selber zweckmässig einzugreifen. Das ist typisch für das Verhältnis zwischen Skipper und seinem Schiff, denn er ist zur Störungsbehebung immer der Erste vor Ort. Aussenstehende Fachkräfte warten unterwegs nicht am Ufer, sondern müssen zuerst gefunden werden und zeitlich verfügbar sein. Beruhigend zu wissen, dass Skipper sich überall freimütig mit Rat und Tat zur Seite stehen.

 
 


Einfahrt in den farbenfrohen Reitdiephafen in Groningen (aufgenommen von Catherine und Roland Stirnemann auf MS Caro).

 
 

Den entscheidenden Schritt vom Schiff an Land

 
 


Fons, Marian und Dobbey: Abschied von ihrem MS Kabbelaarsbank

Im Mai durften wir im Jachthaven 't Huizer-hoofd unsere Freunde Fons und Marian durch die letzten Tage an Bord ihres Schiffes Kabbelaarsbank begleiten, bevor der neue Eigner kam, um das Schiff zu übernehmen. Am 11. August bezogen Fons und Marian ihr neu erworbenes Haus in Ostfriesland und wurden nach über 20 Jahren Schiffersleben sesshaft.

Da fährt sie hin, die Kabbelaarsbank


 

 
 

Auch uns wird dieser definitive Schritt vom Schiff ans Land in absehbarer Zukunft einmal entgegenkommen. Doch das Erlebnis von Fons und Marian zeigt, wie viel Zufall da mitspielen kann. Sie hatten sich nach fruchtlosen Verkaufsversuchen eigentlich auf ein paar weitere Jahre an Bord eingerichtet. Doch überraschend erhielten sie eines Tages von einem zahlungskräftigen Käufer ein Angebot und schlugen ein. Unsern holländischen Freunden Toni und Gerda ist es ähnlich ergangen. Im fernen Südschweden erhielten sie überraschend Besuch von einem Deutschen, der präzis den Typ ihres Schiffes suchte. Innert Tagen waren sie sich handelseinig und übertrugen ihm das Schiff zu Eigentum. Nun überführen sie bis zum Sommer 2022 "ihr früheres" Schiff nach Emden. In diesem Sinn halten auch wir uns für einen kurzfristigen Entscheid bereit, planen aber in aller Ruhe noch unsern nächsten Werftaufenthalt im Sommer 2023 in Maasbracht. Zu diesem Zeitpunkt muss die Europäische Zertifizierung unseres Schiffes erneuert werden, wofür wir in ein Dock ans Trockene fahren müssen.

 
 

Schon endet am nächsten Wochenende die Sommerzeit und in den Einkaufsstrassen wird in Kürze die Weihnachtsdekoration aufgehängt. Bernadette arbeitet bereits fleissig an ihrem Adventskalender, den viele jeweils morgens mit Freude im Mail-Postfach finden. Arbeit und Ideen gehen uns nicht aus. Ihr werdet wieder von uns hören. Mit herzlichen Grüssen

 

 

www.dagens2.ch

(das Neuste von uns steht jeweils unter der Rubrik "Aktuelles auf Blogspot")

Ankunft in der Marina am Tiefen See in Potsdam am 22.10.2021

 
 

Vom 22.Oktober 2021 bis 1. April 2022 liegen wir mit Dagens 2 in der Marina am Tiefen See in Potsdam und sind dort in den Wintermonaten zu finden unter der Adresse:

Heinz und Bernadette Gubler
an Bord von Schiff "Dagens 2"
c/o
Marina am Tiefen See
Schiffbauergasse 8
14467 Potsdam
Deutschland

Unsere Mail- und Web-Adressen bleiben unverändert:

heinzgubler@aol.com

bernadette.gubler@bluewin.ch

http://www.dagens-2a.blogspot.com/

www.dagens2.ch

 

 

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