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Unsere Unterkünfte in Stockholm

 

   

Stockholm - Arlanda Airport

 

 

 

Nachdem wir am 1. August 2017 abends um 22:40 Uhr auf dem Flughafen Stockholm Arlanda gelandet waren brachte uns der gratis Shuttle-Bus ins nahe gelegene Connect Hotel Arlanda in Arlandastad. Wir waren in Schweden. Dunkle Nacht. Ausser dem Hoteleingang kaum ein Licht zu sehen. Wir verbrachten eine ruhige Nacht in einem nett und modern eingerichteten Hotelzimmer mit eigener Dusche und WC - nichts zuviel und nichts zuwenig.

Am andern Tag erblickten wir die Umgebung und realisierten, dass Arlandastad viel eher ein riesiger Gewerbepark als eine Wohnstadt ist, wie der Name andenken lässt. Also kein Stadtbummel am Morgen.

Auf Anleitung der freundlichen Dame an der Hotel-Reception bestiegen wir den Hotel-Shuttle Bus und fuhren zurück zum Flughafen, wo aus zahlreiche Verkehrsmittel nach Stockholm bereitstehen.

Am dortigen Bahnschalter erwarben wir je eine 7-Tage-Freikarte für den gesamten Verkehrsverbund in und rund um Stockholm, was sich in der Folge sehr bewährte, so dass wir nach deren Ablauf die Karte gleich nochmals für 7 Tage freischalten liessen.

Für die Schnellverbindung mit dem Eilzug nach Stockholm verlangt der Flughafen Arlanda einen speziellen Ein- bzw. Ausstiegs-Zuschlag auf dem ordentlichen Fahrpreis. Auf Anraten der Reisefachfrau am Ticketschalter im Flughafen konnten wir diesen Zuschlag umgehen und ohne Aufpreis mit der Tageskarte via Bus nach Märsta und von dort mit dem Schnellzug nach Stockholm Centralen fahren.

 

 

 

Um schiffige Entzugserscheinungen zu umgehen, hatten wir in zentraler Lage von Stockholm ein Zimmer auf dem Hotel / Hostel-Schiff Rygerfjord gebucht. Die Buchungsbestätigung beschrieb den Weg vom Bahnhof Stockholm Centralen bis zum Schiff bestens und mit Hilfe des öV-Netzplanes fanden wir den Weg zur Metro, die uns in die Nähe des Hotels brachte. Die Stockholmer nennen ihre Metro "tunnelbanan", was übersetzt "Die Tunnelbahn" heisst. Die Züge und ihre Stationen sind sehr sauber und vielerorts ganz originell dekoriert, wie nebenstehend der unterirdische Zugang zur Station Kungsträdgården im Zentrum von Stockholm.

 

   

Das Hotelschiff war fix am Ufer vertäut. Unser Zimmer hatte freie Sicht aufs Wasser, und wenn ein Boot vorbeifuhr, wankelte es sogar wie in einem grossen Schiff. Wir hatten uns den Luxus geleistet, eines der wenigen Zimmer mit eigener Dusche/WC zu buchen und waren froh darüber. Dem Hostel-Stil entsprechend konnten wir die Gemeinschaftsküche für unser individuelles Frühstück mitbenutzen und die Zutaten in den zur Verfügung gestellten Kühlschränken aufbewahren. Das gab uns zeitliche Freiheit, losgelöst von den Andienzeiten des hoteleigenen Frühstücksbuffets.

 

 

 

Die zentrale Lage vom Hotelschiff Rygerfjord erlaubte es, die touristischen Ziele in Stockholm direkt zu Fuss zu erreichen, und sein Liegeplatz am Ufer des Gewässers "Riddarfjärden" bot uns gute Strecken fürs morgendliche Joggen, z.B. rund um die kleine Insel "Långholmen" mit ihrem Freilichttheater, dem Campingplatz, dem zur Pflegestation bzw. Kongresshotel umgewandelten ehemaligen Gefängnis, das im 18. Jahrhundert im in einem verstaatlichten Kloster eingerichtet worden war, dem wilden Badestrand und dem über Stock und Stein verlaufenden Rundwanderweg, auf welchem sich auch viele Einheimische sportlich ertüchtigten.

 

   

Nach einer voll mit Besichtigungs- und Besuchsprogramm gefüllten Woche mit Hotelschiff Rygerfjord als täglicher Ausgangspunkt übersiedelten wir in ein Appartement am "Bysistorget", mit freier Sicht auf einen kleinen städtischen Platz mit Restaurant-Tischen im Freien, Schatten spendenden Parkbäumen und direktem Anschluss ans Busnetz. Der Platz war voller Leben; Quartierbewohner trafen sich und schwatzten auf den Parkbänken oder an den Tischen der Restaurants. Manchmal war nicht mehr zu entscheiden, ob mehr akkustische Geräusche von der Verkehrsachse oder von den Menschen auf dem Platz stammten.

 
   

Das Appartement hatten wir über Airbnb gebucht. Diese Börse vermittelt zeitlich beschränkte Aufenthaltsmöglichkeiten in Privatwohnungen. Das war für uns Neuland und verbunden mit einem online geführten Dialog, in welchem wir Ausführungen über die eigene Person bzw. über unsere Lebensumstände machen mussten. Diese Informationen sollten dem Vermieter eine qualifizierende Entscheidung ermöglichen, wem er seine Privatwohnung zur Verfügung stellt. Dank unserer Website fiel uns dies leicht und wir mussten denn auch nicht lange auf die Zustimmung des Vermieters warten.  

 
     
   

Das selbständige Wohnen in diesem Appartement gefiel uns sehr. Die Einrichtung umfasste auch eine Waschmaschine, die uns nach der ersten Reisewoche gestattete, alle getragenen Kleidungsstücke für neue Erlebnisse wieder aufzufrischen. Ausserdem konnten wir dank der vollständig eingerichteten Küche in diesem Appartement auch Gäste empfangen und verkosten. So genossen wir mit unserem Sohn Rainer und mit seiner Freundin Åsa einen gemütlichen Abend mit Speise, Trank und Spiel. Bernadette hatte uns einen reich dekorierten Thonsalat zubereitet. Kein Wunder, dass davon kein Blatt übrig blieb.

 
     
   

Am 15. August 2017 beendeten wir unseren abwechslungsreichen Aufenthalt in Stockholm und reisten mit Sack und Pack nach Sigtuna. Dort erwarteten uns Christian und Therese mit ihren zwei Hunden Benjo und Reja für eine Reise durch die Stockholmer Schären mit ihrem Schiff Fenna, was wir in einem gesonderten, nachfolgenden Bericht erzählen.

 
       

 

 

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