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Einen Monat lang Schweden entdecken

Seit zwei Jahren lebt unser Sohn Rainer zusammen mit seiner Freundin Åsa in Schwedens Hauptstadt Stockholm. Ein guter Grund, den elterlichen Gwunder über ihre Lebenssituation zu stillen und eine Reise dorthin zu unternehmen.

Seit letztem Jahr fahren unsere Freunde Christian und Therese mit ihrem Schiff Fenna in den Gewässern rund um Stockholm, im Innenbereich der Mälaren wie im Aussenbereich der Schären in der Ostsee vor Stockholm. Beim 60. Geburtstag von Bernadette im vergangenen Dezember haben sie uns mit einem wunderschönen Film diese Gegend schmackhaft gemacht, sozusagen den Speck durch den Mund gezogen. Grund genug, einmal selber diese Landschaft unter ihrer Anleitung und Begleitung schauen zu gehen.

 

 

Und überhaupt: Wir sollten nach sieben Schiffersjahren wieder Mal Ferien von unserem Hausboot machen! Darum buchten wir ein selbst zusammengestelltes, fünfteiliges Besuchsprogramm und reservierten uns hierfür den ganzen Monat August. Unten aufgeführt sind die einzelnen Etappen, die in nachfolgenden Tagesberichten noch weiter ausgeführt werden.

 

 

Vom 1. - 15. August konzentrierten wir uns auf die Sadt Stockholm und die Lebensumgebung von Rainer und Åsa. Wir lebten in der ersten Woche auf dem Hotelschiff Rygerfjord unterhalb der ehemaligen Münchner Brauerei auf Södermalm, einer der verschiedenen Inseln, auf denen Stockholm gebaut ist. In der zweiten Woche bezogen wir ein Appartememt am Bysistorget, einem Platz mitten in der jugendlich-trendigen Stadtteil Södermalm, und konnten selber kochen..

Vom 15. - 20. August durften wir zu Gast sein bei Christian und Therese, mit ihnen durch das Inselgebiet der Mälaren- und Schären rund um Stockholm fahren und herrliche Tage auf ihrem Schiff Fenna verbringen. Mit dabei waren ihre zwei Hunde Benjo und Reja, die dafür sorgten, dass wir regelmässig bei einem Landgang die Glieder und Muskeln in Bewegung hielten und die vielen Kalorien der Genüsse etwas zum Ausgleich brachten.

Die vier folgenden Tage bis zum 24. August verbrachten wir in Uppsala, einer lebendigen Universitätsstadt mit viel historischem Charme und jugendlicher Lebensfreude. Wir begegnetem dem seinerzeitigen Wirkungsfeld von Carl von Linné, der mit seiner bahnbrechenden Kategorisierung von Pflanzen und Tieren eine noch heute in ihrer Grundstruktur angewandte lateinische Benennungsmethode eingeführt hatte, und wir lernten im nördlich gelegenen Gamla Uppsala die Hügelgräber der früheren Wikinger-Fürsten kennen.

Vom 25. bis 28. August reisten wir mit dem historischen Schiff MS Juno, erbaut 1874, über den Göta-Kanal von Stockholm nach Göteborg, verwöhnt vom Schiffskoch, der uns zwischen Schleusen, Kanalabschnitten, riesigen Seen und interessanten Befestigungsanlagen aus den letzten dreihundert Jahren schwedischer Geschichte mit einem Strauss von delikaten Speisen verwöhnte. Der niedrige Wasserstand in Mittel- und Südschweden liess den Kiel von Juno einige Male den Kanalgrund pflügen.

Die letzten drei Tage im August verbrachten wir in Göteborg, wo uns Tomas und Lena, die Eltern von Åsa, in einem vielseitigen und abwechslungsreichen Besichtigungsprogramm die Stadt näher brachten. Es gelang ihnen, uns schon in dieser kurzen Zeit ein wohliges Gefühl von heimischer Umgebung zu vermitteln.

Am 31.8.2017 verliessen wir nachmitags das Land Schweden über den Göteborger Flughafen Landvetter und flogen mit Air Berlin zügig heim nach Berlin-Tegel, wo uns ein warmer Sommerabend erwartete.

 

 

In Potsdam fanden wir zu unserer Dagens 2 zurück, die während unserer Abwesenheit von Gerlinde, einer Kollegin aus Bernadettes Tanzgruppe, bestens betreut und umsorgt worden war. Auch hier war der Wasserspiegel beachtlich tiefer als vor einem Monat. Allerdings ist das im Yachthafen am Tiefen See schifffahrtsmässig keine Beeinträchtigung.

 

 

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