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"Hinterm Ofen sitzt 'ne Maus"

Lieder und Couplets aus dem alten Berlin am 4. Februar 2017

 

 

Im "Theater im Palais" am Festungsgraben 1 zu Berlin gab's Berliner Luft und Charme zu hören. So etwas wollten wir uns nicht entgehen lassen. Wo sich das Theater befand, wussten wir ja schon vom früheren Besuch des Schauspiels "Der eingebildete Kranke" von Molière.

Draussen war dicker Nebel, der früh die Dämmerung zur Nacht werden liess. Auf dem Bürgersteig wurden warme Hüte feilgeboten und wir machten es uns im warmen Theatersaal gemütlich, gespannt darauf, was auf der kleinen Bühne in Kürze auf uns zukommen sollte:

 

 

 

 

Durch Berlin fließt immer noch die Spree, auch wenn ein Mann immer Angst hat, daß der Überzieher weg ist. Aber in fuffzich Jahren is allet vorbei! ......

Jens-Uwe Bogadtke, Gabriele Streichhahn und Carl Martin Spengler konnten "ihrem komödiantischen Affen ordentlich Zucker geben".  Am Klavier begleitete sie Ute Falkenau. Die Schauspieler agierten mit einem Riesenspaß und schafften es im Handumdrehen, die Zuschauer wie in einen leichten, aber schwungvollen Sektrausch zu versetzen.

 
 

 

 

Melodie zum Titel-Lied: "Hinterm Ofen sitzt ne Maus":

 

Hinterm Ofen sitzt ne Maus die muss raus, die muss raus.

 

 

Hört ihr, wie sie ziept? Hört ihr wie sie piept?

 

 

 

Hinterm Ofen sitzt ne Maus die muss raus die muss raus.

 

 

 

Ei, Schock-schwere-Not, schlagt das Biest doch tot!

 

 

Gesungen wurden Berliner Lieder und Couplets am laufenden Band. Einige Lieder kamen uns bekannt vor, viele waren für uns neu, alle machten sie riesig Spass.

 

 

Das ist die Berliner Luft

Ja, ja, ja, das ist die Berliner Luft, Luft, Luft,

so mit ihrem holden Duft, Duft, Duft,

wo nur selten was verpufft, pufft, pufft,

in dem Duft, Duft, Duft,

dieser Luft, Luft, Luft.

Das macht die Berliner Luft!

Berlin! Hör' ich den Namen bloß

da muß vergnügt ich lachen!

Wie kann man da für wenig Moos

den dicken Wilhelm machen!

Warum läßt man auf märk'schem Sand

gern alle Puppen tanzen?

Warum ist dort das Heimatland

der echte Berliner Pflanzen?

Ich frug ein Kind mit jelbe Schuh:

Wie alt bist du denn, Kleene?

Da sagt sie schnippisch: "Du? Nanu

ick werd' schon nächstens zehne!"

Doch fährt nach Britz sie mit Mama'n

da sagt die kleene Hexe

zum Schaffner von der Straßenbahn:

Ick werd' erscht nächstens sechse!

Ja ja! Ja ja ! Ja ja ja ja!

Der richtige Berliner gibt

sich gastfrei und bescheiden,

Drum ist er überall beliebt,

und jeder mag ihn leiden.

Wenn sonst man: "Mir kann keener" sagt,

so sagt in jedem Falle,

wenn's dem Berliner nicht behagt

er sanft: "Mir könn'se alle!"

Ja ja! Ja ja! Ja ja ja!

Ja, ja, ja, das ist die Berliner Luft, Luft, Luft,

so mit ihrem holden Duft, Duft, Duft,

wo nur selten was verpufft, pufft, pufft,

in dem Duft, Duft, Duft,

dieser Luft, Luft, Luft.

Das macht die Berliner Luft!

 

 

 

 

Auch ohne Sekt konnten wir lachen und mitklatschen, was das Zeug hielt.

 

 

 

 

Die Erheiterung des Theaterbesuches hielt auf dem Heimweg an. Gefühlsmässig waren wir noch nie so schnell von Berlin-Friedrichstrasse nach Potsdam und auf unser Schiff zurückgekehrt.

 

     

 

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 aktualisiert: 7.02.2017 / BG