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Von Christo und Carillons              Dijon, 5.7.2015

 

 

Kaum zu glauben, dass wir in Dijon so super-warme Tage erlebten, dass wir uns der Fülle der einstrahlenden Sonne fast nicht mehr zu erwehren wussten. Der Gehweg ums Schiff herum wurde so heiss, dass wir barfuss nicht mehr darüber laufen konnten. Mit leichten weissen und blauen Tuchbahnen haben wir es dem Künstlerehepaar Christo und Jeanne-Claude nachempfunden und unser Schiff eingehüllt. Der dadurch entstehende Halbschatten trug wesentlich dazu bei, dass der Innenraum nicht so stark über die Lufttemperatur hinaus erwärmt wurde. Es ist schon ein überraschendes Gefühl, wenn das aus dem Dispenser aufgetragene Deodorant wärmer als die Hauttemperatur ist.

 

 

 

 

 

Zum Glück lag neben unserem Schiff einen Park mit hohen Bäumen, die ganztägig Schatten spendeten. So stellten wir denn unsern Tagesablauf auf mediterranisches Sommerverhalten um, waren frühmorgens aktiv und warteten im Schatten auf einen langen, warmen Sommerabend.

 

     
 

Dazu passte just das dreitägige internationale Carillon-Festival , wo im Glockenturm der Cathédrale Saint-Bénigne ein Carilloneur aus Litauen, ein weiterer aus Brügge in Belgien und die heimische Carilloneuse aufspielten. Am dritten Tag, es war Sonntag, hämmerten Carilloneure im Wechsel mit einem Pianisten, welcher einen auf dem Platz vor der Kirche aufgestellten Flügel bespielte.

 
     
 

Nachdem wir den ersten Abend gemütlicht zu zweit auf der Gehsteigterrasse des Restaurants "Carillon" vor der Kirche verbracht hatten, waren wir erfreut, dass wir unsere deutschen Schiffnachbarn Jörg und Rita vom Schiff "Tomma" begeistern konnten, mitzukommen. So hatten wir nicht nur den gemeinsamen Musikgenuss, sondern auch noch ausgiebig Zeit, uns gegenseitig aus unserem Leben zu erzählen. Dabei war für uns natürlich von grossem Interesse, wie Jörg als ehemaliger Moskau-Korrespondent einer massgebenden deutschen Tageszeitung die aktuelle Lage in Russland einschätzte und als Insider aus dem russischen Leben erzählen konnte. Auf der andern Seite faszinierte uns auch das Wirken und die Werke von Rita als Töpferin. Zwei kleine geschenkte Becher, mit je einer Frau und einem Mann aufgemalen, erinnern uns an diese spannende Begegnung.

 
     
     
 

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 aktualisiert: 25.Oktober.2015 / BG & HG