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Durchfahrt durch Paris          30.3. - 1.4.2015

 

 

 

 

Von der Axe majeur in Cergy bis zum Port aux Cerises in Draveil.

 

 

 

 

Am 30. April hiess es definitv: "Leinen Los".

Wir hatten am Vortag mit der Hafengemeinschaft von Cergy Port Abschied gefeiert. Uns begleiteten liebe Freunde aus der Schweiz. Bei Ursula und Ueli durften wir in den letzten Jahren immer übernachten, wenn wir in der Schweiz weilten.

So war der Abschied von der Hafengemeinschaft in Cergy nicht ganz so schwer im Wissen, dass wir in bester Gesellschaft unsere Fahrsaison 2015 beginnen konnten.

 

 

 

 

Bei der "Axe majeur" vorbei, trafen wir bei Conflans-Saint-Honorine auf die Seine und fuhren aufwärts in Richtung Paris.

 

 

 

 

Am ersten Abend übernachteten wir am Passantensteg oberhalb der Schleuse Bougival. Obwohl das Wetter nicht so gut vorhergesagt war, hatten wir sehr grosses Glück: Kein Regen, aber dafür sehr viel Wind.

 

 

 

 

Wir spazierten in Bougival durch die Stadt und durch den Parc de la Jonchère, der sich vom Stadtrand bis zur Anhöhe erstreckt und eine schöne Aussicht über das durchfahrene Seine-Tal bietet.

 

 

 

 

Bewegung in der Natur und abends etwas Spielen, z.B. SkipBo, ergänzten unser Schifferleben.

 

 

 

 

Am zweiten Tag, dem 31. März, ging es gut weiter.

 

 

 

 

Sogar Bernadettes farbiges Lieblingsboot kreuzte uns.

 

 

 

 

So langsam näherten wir uns der La Défense. Der Wind war wieder sehr stark.

 

 

 

 

Um halb vier Uhr passierten wir die La Défense. Genau um diese Zeit ging in der Schweiz ein schweres Unwetter nieder.

 

 

 

 

Die Skyline von Paris La Défense.

 

 

 

 

La Défense haben wir in den zwei vergangenen Wintern of besucht und immer stimmungsvolle Momente erlebt. Auch jetzt, bei der Durchfahrt, produzierte das Licht aus den Wolken so verschiedene Stimmungen.   

 

 

 

 

Nicht allein die Fassadenstrukturen an den Gebäuden waren einmalig, nein: in ihnen spiegelten sich auch die Fassaden gegenüber und der Himmel und schufen so eine Spiegelsaal-artige, immer wieder überraschende und in sich bewegende Bildatmosphäre.

 

 

 

 

 

Rund um die La Défense war viel Betrieb, viel Verkehr zu Wasser und zu Land .

 

 

 

 

 

 

Im grossen Einkaufszentrum Les Quatre Temps sahen die Korridore und Geschäftsfluchten alle so ähnlich aus, dass wir die Ausgänge wirklich suchen mussten. Jetzt, vom Wasser her, sah alles viel strukturierter aus.

 

 

 

 

Das Wetter war trocken, aber eine kalte Brise wehte an diesem 31. März 2015.

 

 

 

 

Oberhalb der Schleuse Suresne übernachteten wir.

 

 

 

 

 Backbordseitig konnten wir nachts durch das noch kahle Geäst des Bois de Boulogne den Eifelturm leuchten sehen.

 

 

 

 

Der heilige Nikolaus ist der Schutzpatron der Schiffsfahrer. Wir trafen ihn an einem Brückenpfeiler in Conflans-Saint-Honorine.

 

 

 

 

Am 1. April - nein es ist kein Aprilscherz - fuhren wir mit unserer Dagens 2 durch Paris.

 

 

 

 

Wir waren alle ein wenig gespannt auf das Kommende. Schon lange freuten wir uns auf diese Durchfahrt.

 

 

 

 

Wir nahmen am Morgen des dritten Fahrtages bei schönstem Wetter endgültig Abschied von der La Défense.

 

 

 

 

Heinz steuerte die Dagens 2 souverän ...

 

 

... vorbei an der Insel de Seguin, wo wir im Winter 2013/14 den Cirques du Soleil mit dem Programm Kooza gesehen und genossen hatten. Jetzt standen nur noch Kräne da.

 

 

 

 

 

 Vorbei an den Radio und Fernsehgebäuden ...

 

 

 

 

 

... näherten wir uns langsam dem Eiffelturm, ...

 

 

 

 

... den wir mit grosser Spannung erwarteten.

 

 

 

 

 

Backbordseitig fuhren wir an der Freiheitsstatue vorbei, steuerbordseitig blickten wir von nah zum Eiffelturm empor.

 

 

 

 

Tolles Gefühl !

 

 

 

 

 

Der Eiffelturm präsentierte sich in einem so fotogenen Licht.

 

 

 

 

Ein sehr schönes Gefühl bei solchem dynamischen Wetter mit dem eigenen Zuhause beim Eiffelturm vorbei zu fahren. Der Eiffelturm ist das meistbesuchte touristische Objekt der Welt.

 

 

 

 

 

Wir waren vor 10 Uhr unterwegs, so lagen alle "Bateaux mouches" noch ruhig am Ufer und warteten auf die Stadtbesichtigungs-Touristen.

 

 

 

 

Wir konnten ohne Stress alles in unserem Tempo befahren und fotografieren.

 

 

 

 

Zum Greifen nah.

 

 

 

 

Pont Bir-Hakeim mit Metro; Häuser an der Präsident Kennedy Avenue.

 

 

 

 

Der Grand Palais in der Annäherung ...

 

 

 

 

... und im Blick zurück.

 

 

 

 

Musée du Louvre

 

 

 

 

Musée d' Orsay

 

 

 

 

Ds Parlamentsgebäude

 

 

 

 

Verzierungen an den Brücken, ...

 

 

 

 

... die nur vom Wasser her so schön sichtbar sind.

 

 

 

 

Brückenstimmungen

 

 

 

 

 Wir fuhren sorglos unter den Brücken durch, ...

 

 

 

 

... wussten wir doch, dass alle eine bestimmte, für uns jedenfalls ausreichende Normgrösse haben.

 

 

 

 

Die Tausenden von Vorhänge-Schlössern, die Verliebte hier am Brückengeländer festgemacht und  - zum Zeichen ihrer nicht mehr zu lösenden Verbundenheit - den Schlüssel anschliessend in die Seine geworfen hatten.

 

 

 

 

Hinter der Kathedrale Notre Dame de Paris forderte Heinz der Dagens 2 alles ab, was der Motor an Schubkraft hergab. Wegen der Kanalverrengung im Bras de la Grenelle und der dadurch erhöhten Geschwindigkeit der Seine-Strömung standen wir auf diesem Abschnitt fast still und kämpften uns gegen diese Strömung und gegen heftigen Wind vorwärts, ein Bateau-mouche im Nacken, das nicht überholen konnte und doch den Takt seiner Rundfahrt einhalten wolte. ......  Wir schafften es !

 

 

 

 

Auch die Dynamik am Himmel war phantastisch und vor allem:  sie wechselte ganz schnell.

 

 

 

 

Die Kathedrale Notre Dame de Paris war das Highlight auf dieser schmalen Passage.

 

 

 

 

Der Weg auf dem Wasser bot eine ganz neue Sicht auf die Kathedrale.

 

 

 

 

Von vielen tollen Gefühlen und Erinnerungen an die Tage in Paris begleitet, suchten wir unsern dritten Übernachtungsort, den Port aux Cerises in Draveil am oberen Ende von Paris (punkto Fliessrichtung der Seine).

 

 

 

 

 

 

Aber vorher durften wir bei der Schleuse 7 "Ablon-Vigneux" noch unsere Fahrkunst unter Beweis stellen, im Wirbelwasser unterhalb des Wehrs, bei sehr starkem Wind.

 

 

 

 

Der Schleusenwärter wollte uns zusammen mit zwei kommerziellen Schiffen im 185 Meter langen Becken durchschleusen. Eines der Berufsschiffe war ein Schubverband mit zwei Mal zwei nebeneinander liegenden Backen und einem Schubschiff. Letzteres hatte wohl viel Kraft, aber der Verband insgesamt entgegen den Erwartungen des Schleusenwärters dann doch keinen Platz mehr hinter dem zuerst eingefahrenen, 80-Meter langen Berufsschiff. Er musste wieder rückwärts zur Schleuse raus und wir, dahinter aufgeschlossen, ebenfalls. Es folgte eine Pirouette auf der Seine und ein weiteres Anlanden gegen den Wind an die rechtsufrige Wartekade. Im  zweiten Anlauf ging dann alles glatt.

 

 

 

 

Nach einer kurzen Weiterfahrt kamen wir glücklich und mit Eindrücken sehr erfüllt im Port aux Cerises an.

 

 

 

 

Sehr entspannt konnten wir den traditionellen Ankertrunk einnehmen und ....

 

 

 

 

... mit unseren Gästen nocheinmal diesen eindrucksvollen 1. April 2015 durch den Kopf gehen lassen.

 

 

 

 

Im grossen Erholungspark neben dem Hafen genossen wir einen gemütlichen Spaziergang im zaghaft spriessenden Frühling, derweil Heinz den Motor kontrollierte und den Kühlwasserfilter vom Gras usw. befreite.

Unsere Gäste für die Durchfahrt durch Paris

Schön, dass wir diese Durchfahrt durch Paris miteinander machen durften.

Es war grossartig, "magnifique".

Die Fotos auf dieser Seite wurden von Ueli, Ursula, Heinz und Bernadette gemacht.

 

 

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 aktualisiert: 14.5.2015 / BG